Was ist Bio-Imkerei?

Was ist eigentlich Bio-Imkerei?

Immer wieder werden wir gefragt, was unseren Bio-Honig von konventionellem Honig unterscheidet. Um ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen, haben wir nachfolgend die wichtigsten Punkte aufgeführt.

1. Allgemeines und Bienenflug

Die Biene ist und bleibt ein Wildtier. Ihr Flug kann nicht immer vom Imker gesteuert werden. Aber unsere Arbeitsweise beeinflusst die Qualität der Produkte enorm! Wichtig sind uns artgerechte Bienenhaltung und die Herstellung von Produkten ohne bedenkliche Rückstände! 3 km rund um die Völker sollten keine Beeinträchtigungen durch Verschmutzungen zu erwarten sein. Konventionelle Intensivkulturen dürfen nicht angewandert werden. Unsere Völker stehen in Streuobstwiesen und auf Waldlichtungen der Region.

2. Beuten/Bienenkisten

 ... sind aus Holz, Stroh oder Lehm, nicht aus Plastik, Styropor usw. ; Die Wetterschutz-Behandlung der Kisten erfolgt nur mit schadstoffarmen Leimen oder Naturfarben auf Lein- oder Holzölbasis. Im Inneren der Kisten darf nur Bienenwachs, Propolis oder Planzenöl angewendet werden. Wir selbst verzichten ganz auf eine Innenbeschichtung und arbeiten mit reinen Holzkisten.

3. Wachs

Das Wachs ist der Dreh- und Angelpunkt der Bio-Imkerei. Denn in ihm können sich allerlei Rückstände anreichern. Daher gilt ihm unser besonderes Augenmerk. Mittelwände, also vorgeprägte Waben, werden nur aus Bioland-Bienenwachs des eigenen Betrieb hergestellt. Auf einen Zukauf aus fremden Quellen oder gar aus Übersee wie sonst üblich, wird verzichtet. Unser Wachs unterliegt strengsten Kontrollen. Nicht nur auf dem Papier. Regelmäßig werden durch die Kontrollstelle Proben gezogen und in der Uni Hohenheim auf Rückstände u.a. aus Pflanzenschutzmitteln untersucht. Dieser hohe Aufwand ist wichtig, denn nur so können wir besten Honig produzieren.

4. Waben

Den Bienen sollte die Möglichkeit zum Naturwabenbau gegeben sein; denn der natürliche Wabenbau ist Teil des arteigenen Verhaltens der Bienen, welches aus Sicht der Bioland-Imker nicht mehr wie nötig gelenkt werden sollte.

5. Fütterung

Für uns Bio-Imker ist dieser Punkt im Vergleich zur konventionellen Imkerei mit den größten Mehrkosten verbunden. Während normalerweise einfacher Haushaltszucker zur Überwinterung gefüttert wird, dürfen wir als Bioimker ausschließlich Biozucker und eigenen Honig verwenden. Wir gehen in unserer Imkerei noch einen Schritt weiter und verfüttern ausschließlich Biorübenzucker anstatt Rohrzucker aus Übersee.

6. Bienenhaltung

In der Bio-Imkerei gilt ein Verstümmelungsverbot. Klingt wild. Was damit gemeint ist? Die gängige Praxis der Königin die Flügel zu Beschneiden soll damit unterbunden werden. Außerdem darf Drohnenbrut nur zur Bekämpfung der Varroamilbe entfernt werden.

7. Gesundheit/Parasitenbekämpfung

Es sind nur natürliche Schutzmaßnahmen erlaubt und das auch nur außerhalb der Honigsammelzeit (Milchsäure, Ameisensäure und Oxalsäure). Verboten sind chemotherapeutische Medikamente, welche in vielen konventionellen Imkereien leider immer noch zum Einsatz kommen und sich im Wachs anreichern können.